Warum Bankfilialen schließen – und wie die Automatisierung von SB-Geräten den Rückgang verlangsamt

Niklas Damhofer

Niklas Damhofer

Digitale Illustration im Flat-Design, die auf der linken Seite eine Bankfiliale mit einem „Geschlossen“-Schild und fallenden Diagrammen zeigt, was象征isch für Filialschließungen steht. Auf der rechten Seite nutzt ein Kunde ein SB-Gerät, während eine andere Person Bargeld hält, umgeben von Symbolen für Automatisierung, Effizienz und Finanzwachstum. Die Szene verdeutlicht, wie herstellerneutrale SB-Technologie als Antwort auf schrumpfende Filialnetze dient. Der Hintergrund ist in hellem Beige mit navyblauen, tealfarbenen und orangefarbenen Tönen gehalten. Ein navyblauer Balken am unteren Rand zeigt den Blog-Titel in fetter weißer Schrift: „Warum Bankfilialen schließen – und wie Automatisierung im SB-Netzwerk den Rückgang verlangsamt“.

Filialschließungen von Banken machen weltweit Schlagzeilen, und die Daten bestätigen, dass sich dieser Trend beschleunigt. Laut dem Global ATM Intelligence Service 2023 von RBR Data Services wird erwartet, dass die Zahl der Bankfilialen weltweit bis 2028 weiter sinkt – in jeder Region außer dem Asien-Pazifik-Raum. Was also treibt diesen Wandel an, und was können Banken tun, um weiterhin relevant zu bleiben?

Die Haupttreiber für Filialschließungen

Die Hauptursache ist die rasche Verbreitung des digitalen und mobilen Bankings. In großen Märkten wie China wickeln Millionen von Kunden ihre Finanzen mittlerweile vollständig über das Smartphone ab. In Kenia haben Programme wie M-Pesa Finanzdienstleistungen für die unterversorgte ländliche Bevölkerung zugänglich gemacht, ohne dass ein einziger Filialbesuch nötig war.

Kostendruck spielt eine ebenso große Rolle. In Lateinamerika setzen Banken seit langem auf externe Agentennetzwerke, sogenannte corresponsales, als kostengünstigere Alternative zu physischen Filialen. In Brasilien hat der harte Wettbewerb durch Fintechs wie Nubank die traditionellen Banken zu drastischen Kosteneinsparungen gezwungen, wobei Filialschließungen ein naheliegendes Ziel sind.

Welche Länder eröffnen weiterhin Filialen?

Nicht jeder Markt schrumpft. Die staatliche mexikanische Banco del Bienestar hat allein im Jahr 2022 über 900 neue Filialen eröffnet, die sich an Gemeinden mit unzureichendem Bankenzugang richten. Auch Pakistan und Indien bauen ihre Filialnetze weiter aus, da die Bankeninfrastruktur reift und die Nachfrage nach Bargeld im ländlichen Raum hoch bleibt. In diesen Märkten treibt die finanzielle Inklusion, und nicht nur die Rentabilität, das Wachstum voran.

Wie SB-Geräte-Automatisierung die Lücke füllt

Für Banken, die ihre physische Präsenz reduzieren, werden externe SB-Geräte und fortschrittliche Selbstbedienungstechnologien immer wichtiger. Das Ziel besteht darin, Routine-Transaktionen – wie Bargeldauszahlungen, Einzahlungen und Kontostandsabfragen – abzuwickeln, ohne dass dafür Filialmitarbeiter benötigt werden.

Eine der wirkungsvollsten Technologien ist der SB-Gerät mit Cash-Recycling-Funktion. Herkömmliche SB-Geräte erfordern häufige Besuche von Werttransportunternehmen (CIT), um Banknoten wieder aufzufüllen. Recycling-Geräte ermöglichen es, eingezahltes Bargeld direkt wieder für Auszahlungen in Umlauf zu bringen, was die Häufigkeit, mit der ein CIT-Unternehmen das Gerät warten muss, drastisch reduziert.

Die Zahlen sind beeindruckend. Durch den Wechsel von einem Standard-Einzahlungsgerät zu einer optimierten Recycling-Konfiguration, das Hinzufügen einer zweiten Einzahlungskassette, die Einführung einer höheren Banknoten-Denomination und die Aktivierung von Recycling auf drei Kassetten kann eine Bank die CIT-Besuche von etwa 99 pro Jahr auf nur noch 20 senken. Das entspricht einer Reduzierung der Wiederauffüllungskosten um 80 %.

Das Gesamtbild: Automatisierung als strategische Notwendigkeit

Filialen verschwinden nicht völlig. Sie bleiben wichtig für die Markenpräsenz, das Kundenvertrauen, schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen und komplexe Finanzberatungen. Die überlebenden Filialen werden jedoch schlanker, stärker automatisiert und effizienter sein.

Bargeldlose Filialen, in denen der Bargeldverkehr am Schalter vollständig durch SB-Geräte ersetzt wurde, sind in Polen, Frankreich und Spanien bereits üblich. Vollkommen personalfreie Filialen werden in Saudi-Arabien betrieben. Unterdessen investieren Banken überall in die Umschulung von Mitarbeitern, digitales Onboarding und die Integration von Multi-Channel-Services.

Das Fazit ist klar: Die Automatisierung ersetzt die Bankfiliale nicht – sie hält sie am Leben.

Quellen

RBR Data Services Global ATM Intelligence Service 2023; Datos Insights Banking and Payments Bulletin, November 2023